KI im Studium: Chance statt Stress
Die FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences zeigt den Studierenden, wie sie Künstliche Intelligenz (KI) verantwortungsvoll nutzen: Mit praktischen Angeboten und internationaler Forschung für klare Spielregeln.
Wahrnehmung von KI als „Jobkiller“ beeinflusst Einstellung zu Demokratie negativ
Künstliche Intelligenz verändert die Wirtschaft und Arbeitswelt rasant. Eine neue Studie zeigt, dass die Mehrheit der Menschen glaubt, Künstliche Intelligenz verdränge mehr menschliche Arbeit, als dass sie neue Möglichkeiten schafft. Wissenschafter*innen der Universität Wien und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München konnten dabei einen kausalen Zusammenhangen nachweisen: Je stärker diese Wahrnehmung ist, desto unzufriedener sind Menschen mit der Demokratie – und desto weniger beteiligen sie sich an politischen Debatten über technologische Zukunftsfragen. Diese Effekte treten auf, obwohl Künstliche Intelligenz bislang nur begrenzte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat. Die Studie wurde aktuell in der renommierten Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.
Metallklumpen im Quantenzustand: Wiener Forschungsteam bricht Rekorde
Kann ein kleiner Metallklumpen in einem Quantenzustand sein, der sich über entfernte Orte erstreckt? Ein Forschungsteam der Universität Wien beantwortet diese Frage mit Ja. Im Fachjournal Nature zeigen Physiker der Universität Wien und der Universität Duisburg-Essen, dass selbst massive Nanopartikel, bestehend aus Tausenden von Natriumatomen, den Regeln der Quantenmechanik folgen. Das Experiment ist derzeit einer der besten Tests der Quantenmechanik auf makroskopischer Skala.
One Health: Extreme Tierarten als Schlüssel für Erkrankungen des Menschen
Zahlreiche Tiere leben in extremen Umgebungen und haben ihren Stoffwechsel entsprechend angepasst. Lassen sich aus diesem Wissen Lösungen entwickeln, die gegen Erkrankungen beim Menschen helfen? Mit einer Meta-Studie hat sich ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Veterinärmedizinischen Universität Wien daran gemacht, diese Frage zu beantworten und neue Lösungswege aufzuzeigen. Der Fokus richtet sich bei dieser One-Health-Studie unter anderem auf Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Gutartige Pilze schützen vor Fichtennadelblasenrost
Fichtennadelblasenrost, eine Pilzerkrankung, bedroht immer mehr heimische Fichtenwälder. Doch einige Fichten scheinen resistent zu sein. Ein Innsbrucker Forschungsteam hat nun entdeckt, woran das liegt: Eine gutartige Pilzart schützt den Baum, indem sie das Wachstum des Nadelrostpilzes hemmt. Gelingt es, weitere Fungizide zu identifizieren, könnten Fichtenwälder biologisch und nachhaltig vor dem Befall mit Nadelblasenrost geschützt werden.
580.000 Jahre Klimageschichte freigelegt
Ein internationales Forschungsteam um Christoph Spötl von der Universität Innsbruck hat anhand von Daten aus einer Höhle im US-Bundesstaat Nevada eine außergewöhnlich lange Klimarekonstruktion erstellt. Die Studie liefert einzigartige Einblicke in die Klimageschichte einer der trockensten Regionen Nordamerikas – und zeigt, wie eng Temperatur, Grundwasserstand und Vegetation in ariden Regionen miteinander verknüpft sind.
Buch-Tipp: „Brainhacks – Wie du mit minimalem Aufwand produktiver, effizienter und erfolgreicher wirst“
Warum erreichen manche Menschen in kürzester Zeit viel mehr als andere? Das Geheimnis liegt in der Art und Weise, wie sie ihr Gehirn nutzen. Die Neurowissenschaft weiß: Unsere Produktivität, Motivation und Leistungsfähigkeit ebenso wie unser Wohlbefinden und letztlich unser Erfolg hängen entscheidend von unserem Gehirn ab. Die gute Nachricht: Das Gehirn ist formbar – ein Leben lang.
Ultradünne zweidimensionale Materialen erstmals in einem Zustand zwischen fest und flüssig beobachtet
Wenn Eis zu Wasser schmilzt, passiert dies schnell, der Übergang von fest zu flüssig ist unmittelbar. Sehr dünne Materialien halten sich jedoch nicht an diese Regeln. Dort entsteht ein außergewöhnlicher Zustand zwischen fest und flüssig: die hexatische Phase. Nun gelang es Forscher*innen der Universität Wien diese exotische Phase in einem atomar dünnen Kristall direkt zu beobachten. Mit Hilfe modernster Elektronenmikroskopie und neuronalen Netzen filmten sie einen durch Graphen geschützten Silberiodid-Kristall beim Schmelzen. Ultradünne, zweidimensionale Materialien ermöglichten es Forscher*innen, Schmelzprozesse auf atomarer Ebene direkt zu beobachten. Die neuen Erkenntnisse tragen wesentlich zu unserem Verständnis dieser Phasenübergänge bei. Überraschenderweise widersprechen die Beobachtungen früheren Vorhersagen – ein Ergebnis, das nun in Science veröffentlicht wurde.