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Dunkle Materie im Zentrum der Milchstraße nicht ausgeschlossen

Eine internationale Forschungskooperation der Universität Wien und des Lawrence Berkeley National Laboratory (USA) hat mithilfe von Machine Learning ein höchst kontrovers diskutiertes Signal der Astrophysik neu untersucht. Der sogenannte Galactic Centre Excess (GCE), ein schwaches, kugelförmiges Leuchten von Gammastrahlen im Zentrum der Milchstraße, fasziniert Physiker*innen seit mehr als einem Jahrzehnt. Die neuen Ergebnisse legen nahe, dass eine Erklärung durch Dunkle Materie derzeit nicht ausgeschlossen werden kann. Die Ergebnisse wurden aktuell im Fachmagazin Physical Review Letters veröffentlicht.

Eye-Tracking zeigt: Hunde überrascht von Regelbruch

Eine aktuelle Studie des Messerli Forschungsinstituts für Mensch-Tier-Beziehung der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni) untersuchte, ob und wie Hunde darauf reagieren, wenn Menschen soziale Regeln brechen. Zur Beantwortung dieser Frage testeten die Forscher:innen mittels Eye-Tracking mehrere Dutzend Hunde. Dabei zeigte sich ein klares Verhalten der getesteten Hunde: Wurden die Vierbeiner mit sozialen Regelbrüchen konfrontiert, weiteten sich ihre Pupillen – ein Indiz für Überraschung und erhöhte Aufmerksamkeit.

Aus eins mach viele: Forschende der Uni Graz identifizieren Mechanismus zur Artentstehung

Verändert sich ein Lebensraum, müssen sich Tiere, Pflanzen und auch der Mensch den neuen Umweltbedingungen anpassen. Wer das am schnellsten und besten hinbekommt, setzt sich durch. Dabei entwickeln sich im Lauf der Zeit auch neue Arten, die auf bestimmte Habitate spezialisiert sind. Der Zoologe Christian Sturmbauer konnte nun mit seiner Arbeitsgruppe an der Universität Graz und internationalen Partner:innen zeigen, dass der molekularbiologische Prozess des „Alternativen Splicing“ – anders als bisher angenommen – höchst effektiv zur Ausbildung neuer Spezies beiträgt. Durch unterschiedliche Kombinationen von Teilen desselben Gens entstehen verschiedene, strukturell leicht abweichende Varianten funktioneller Proteine. Das führt sehr rasch zu maßgeblichen Veränderungen. Publiziert wurden die Forschungsergebnisse im renommierten Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences.

Innsbrucks neue Verbindung zum Weltraum

Heute, am 18. Mai, wurde die quantenoptische Bodenstation Marietta Blau am Hafelekar im Beisein hoher politischer Vertreter und eines Physik-Nobelpreisträgers eröffnet. Die Universität und der Forschungsstandort Innsbruck verfügen damit über eine wichtige Basis für die Entwicklung eines weltumspannenden Quanteninternets. Auch der stellaren Astrophysik stehen mit dem hochmodernen Spiegelteleskop neue Möglichkeiten offen.

Menschliche Geburt ist nicht einzigartig schwierig unter Säugetieren

Die menschliche Geburt gilt häufig als einzigartig schwierig und gefährlich. Der Grund: Die Kombination aus aufrechtem Gang und großem Gehirn führt zu einem engen Verhältnis zwischen Kind und Geburtskanal. Forschungen an der Universität Wien zeigen nun, dass viele andere Säugetiere – von Haustieren bis zu wild lebenden Arten – mit ähnlichen Geburtsproblemen und Sterblichkeit konfrontiert sind. Bei manchen Arten treten solche Komplikationen sogar ebenso häufig auf wie in einigen menschlichen Populationen, wie etwa Jägerinnen und Sammlerinnen ohne moderne medizinische Versorgung. Die Ergebnisse legen nahe, dass schwierige Geburten kein ausschließlich menschliches Phänomen sind. Die Studie wurde in Biological Reviews veröffentlicht.

Mathematische Analysen zeigen, wie Arten bei Anpassung an Grenzen stoßen

Wenn Arten Veränderungen in ihrer Umwelt ausgesetzt sind, können sie in ihrem aktuellen Lebensraum überleben, indem sie sich genetisch an die neuen Bedingungen anpassen. Diese Fähigkeit ist jedoch nicht unbegrenzt. In einer in PNAS veröffentlichten Studie zeigt die Biomathematikerin Jitka Polechová von der Universität Wien, dass es selbst bei nur allmählich voranschreitenden Umweltänderungen einen Kipppunkt gibt, an dem die Anpassung plötzlich scheitern kann. Wenn dies geschieht, können die Verbreitungsgebiete von Arten schrumpfen oder Populationen in separate Teilpopulationen zerfallen.