Verhaltensbiologie: Neue Theorie zur Tierkommunikation
Die Erforschung der Tierkommunikation stellt Wissenschafter:innen vor eine der größten Herausforderungen: zu erklären, warum Tiere ehrliche statt irreführende Signale aussenden. Ob es sich um das farbenprächtige Gefieder eines Pfaus, die Prellsprünge von Gazellen oder das laute Brüllen eines Hirsches handelt – Tiere senden Signale aus, die überraschend viele Informationen enthalten und dazu dienen, andere Individuen aus der Ferne zu beeinflussen. Diese Signale können sowohl manipulativ und irreführend als auch ehrlich und zuverlässig sein. Eine neue Arbeit von Dustin Penn (Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung, Vetmeduni) und seinen Kollegen Szabolcs Számadó (Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest, BME) sowie Istvan Zachár (HUN-REN Zentrum für ökologische Forschung) hat sich dieser Fragestellung gewidmet.
Wer ist wer? Wasser macht die Bilderkennung von Fröschen 100 % klar
Eine österreichisch-ungarische Studie unter Leitung des Konrad-Lorenz-Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung (KLIVV) der Veterinärmedizinischen Universität Wien entwickelte ein neues, optimiertes Fotografieverfahren. Wie die Forschungsarbeit anhand von Fröschen zeigt, wird die Erkennung von Individuen dadurch auf ein neues Niveau gehoben. Der Trick dahinter ist einfach: Die Tiere werden in klares Wasser getaucht und dabei mit der Hand festgehalten.
Kosmetika in der Umwelt: Wissenschaftler:innen belegen Gefahr für Ameisen
Titandioxid, das beispielsweise in Kosmetika enthalten ist, gelangt in Form von Nanopartikeln immer häufiger in die Umwelt. Dadurch könnte die Substanz auch Insekten gefährden. Nehmen Ameisen den Stoff zusätzlich in Kombination mit dem Pestizid Glyphosat auf, stört das die Entwicklung ihrer Nachkommen. Wissenschaftler:innen der Universität Graz machen auf die negativen Folgen des giftigen Cocktails aufmerksam.
Wie wirken wütende bzw. fröhliche Menschenstimmen auf die Balance von Hunden?
Bei der Beantwortung dieser Frage ging es nicht um die emotionale Stabilität, sondern ob sich die Körperhaltung der Vierbeiner verändert. Und tatsächlich macht der Ton die Musik, wie ein Forschungsteam der Veterinärmedizinischen Universität Wien nun herausfand: Wütende Menschenstimmen sorgen demnach bei Hunden für weiche Knie, während fröhliche Stimmen Gegenteiliges bewirken können. Und kalt lassen menschliche Stimmen Hunde nie – auch das zeigt die explorative Studie, die nun veröffentlicht wurde.
Alte DNA ermöglicht früheste genetische Diagnose einer seltenen Krankheit
Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Wien und des Universitätsklinikums Lüttich hat bei der Untersuchung von zwei mehr als 12.000 Jahre alten Skeletten genetische Varianten identifiziert, die auf eine seltene erbliche Wachstumsstörung hindeuten. Durch die Analyse alter DNA in Kombination mit moderner klinischer Genetik konnten die Forschenden die Erkrankung bei zwei eng verwandten Menschen diagnostizieren, die gemeinsam in Süditalien bestattet worden waren. Die Studie erschien im New England Journal of Medicine und zeigt, dass die Paläogenomik heute nicht nur die Entwicklung früher Bevölkerungen rekonstruieren kann, sondern auch die Diagnose seltener genetischer Erkrankungen bei Menschen aus prähistorischer Zeit ermöglicht.
Mensa Space: Uni Graz eröffnet neuen Lern- und Treffpunkt für Studierende
Die Universität Graz und ÖH Uni Graz eröffneten Ende Jänner 2026 den „Mensa Space“: Das einzigartige Projekt wurde in Zusammenarbeit mit den Studierenden entworfen und bietet Lernzonen, Lounge mit Snack-Automaten und Mikrowellen sowie einen Gaming-Bereich und Küche. Seit 28. Jänner ist die 24/7-Zone für alle Angehörigen der Uni Graz geöffnet.
KI im Studium: Chance statt Stress
Die FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences zeigt den Studierenden, wie sie Künstliche Intelligenz (KI) verantwortungsvoll nutzen: Mit praktischen Angeboten und internationaler Forschung für klare Spielregeln.
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