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Demenz bei Kindern: Grazer Forschende klären Ursache einer seltenen Krankheit

22. September 2026|

Gehen, sprechen, selbstständig essen lernen sind Meilensteine für jedes Kind. Wenn einige Jahre später diese Fähigkeiten wieder verloren gehen und außerdem Sehstörungen, Epilepsie, Gedächtnisverlust und andere Beeinträchtigungen des Denkens auftreten, dann ist das Kind höchstwahrscheinlich von der Batten-Krankheit betroffen. Forschende der Universität Graz, TU Graz und Medizinischen Universität Graz haben nun die Ursache für eine Form dieser seltenen, erblichen Erkrankung entdeckt. Die Ergebnisse wurden kürzlich im dem Fachjournal „Nature Cell Biology“ veröffentlicht.

Am Kopf oder am Schweif gepackt: Wie der zelluläre Energiehaushalt mit Coenzym Q umgeht

22. September 2026|

Wissenschafter der Jagiellonen-Universität in Krakau und der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni) haben gemeinsam auf atomarer Ebene faszinierende Eigenschaften des Energiehaushalts von Bakterienzellen aufgeklärt. Mithilfe der Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM) erfassten die Teams hochauflösende Strukturen des Cytochrom-bc1-Komplexes, an dessen katalytischen Stellen native Coenzym-Q-Moleküle (Ubichinon) gebunden waren, und deckten dabei zwei grundlegend unterschiedliche Bindungsmodi auf. Die bahnbrechende Studie wurde in den „Proceedings of the National Academy of Sciences USA“ (PNAS) veröffentlicht.

Nanoporen nach Maß: Wiener Team formt „weißes Graphen“ auf atomarer Ebene

10. September 2026|

Ein Forschungsteam der Universität Wien um den Physiker Jani Kotakoski zeigt, wie sich die Form von Nanoporen in hexagonalem Bornitrid – dem elektrisch isolierenden Pendant zu Graphen, auch "weißes Graphen" genannt - gezielt auf atomarer Ebene steuern lässt. Durch Elektronenbestrahlung entstehen im Ultrahochvakuum kreisförmige Poren, während die Zugabe kleiner Mengen Sauerstoff zu dreieckigen Poren führt. Das im Journal Nature Communications vorgestellte Nanoporen-Engineering erschließt damit neue Anwendungen in Filtration, DNA-Sequenzierung, Katalyse und Quantentechnologien.

Pflanzen auf Europas Bergen: „Hochgebirgsspezialisten“ verschwinden zunehmend

4. September 2026|

Jahrzehntelang steigende Temperaturen haben die Kältegrenzen vieler Gebirgspflanzen nach oben verschoben und zu wachsenden Artenzahlen auf Europas Gipfeln geführt. Dass diese Veränderungen auch immer mehr Verlierer hervorbringen, zeigt ein internationales Forschungsteam um Wissenschafter*innen der Universität Wien, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der BOKU University in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science. Das Bild einer wachsenden Artenvielfalt ist daher unvollständig und unterschlägt einen wesentlichen Aspekt der jüngsten Entwicklung, so das Fazit der aktuellen Studie.

Emissionen in Österreich 2025 gestiegen: Forschende der Uni Graz analysieren die Ursachen

Das Umweltbundesamt hat heute die Zahlen zu den Treibhausgasemissionen Österreichs 2025 veröffentlicht. Während in den Jahren 2022 bis 2024 der CO2-Ausstoß im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr stark gesunken ist, stieg er 2025 um knapp 0,7 Prozent wieder an. Forschende der Universität Graz haben analysiert, inwieweit dafür strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft verantwortlich waren und welchen Anteil externe, kaum beeinflussbare Faktoren beigetragen haben.

2. September 2026|Kategorien: Innovation & Forschung, UNI & FH|

Bislang größter Chromosomen-Vergleich tierischer Arten zeigt „evolutionäre Autobahnen“

Ein Mensch, ein Oktopus und eine Koralle könnten kaum unterschiedlicher aussehen – doch tief im Inneren ihrer Zellen tragen ihre Chromosomen immer noch erkennbare Teile eines Genoms, das sie von einem tierischen Vorfahren geerbt haben, der vor mehr als 600 Millionen Jahren lebte. Eine aktuell in "Science Advances" veröffentlichte Studie von Forscher*innen der Universität Wien kartiert, wie diese Fragmente in der Tierwelt neu gemischt wurden, und zeigt, dass sich tierische Genome entlang einer begrenzten Anzahl irreversibler "evolutionärer Autobahnen" entwickeln. Die neuesten Erkenntnisse liefern eine wichtige Grundlage für den Erhalt der tierischen Artenvielfalt.

20. August 2026|Kategorien: Innovation & Forschung, UNI & FH|

Menschliche Voreingenommenheit prägt das Verhalten von Tieren

Wie objektiv sind Verhaltenstests mit Tieren, wenn Menschen anwesend sind? Eine neue Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien in Zusammenarbeit mit der Universität Wien und Partnern zeigt, dass bewusste und unbewusste Einstellungen von Menschen messbar beeinflussen können, wie sich Tiere in standardisierten Tests verhalten. Das könnte Ergebnisse verzerren und vermeintliche Artunterschiede überbetonen. Solche Effekte dürften zudem den Alltag der Mensch Tier Interaktion prägen – mit Folgen für Tierwohl, Sicherheit und Entscheidungen auf Basis von Verhaltensbeurteilungen.

20. August 2026|Kategorien: Innovation & Forschung, UNI & FH|

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