Paradigmenwechsel zur Entstehung komplexen Lebens? – Hinweise auf frühe Sauerstoff-basierte Energiegewinnung
Für das Überleben früher Eukaryoten (Lebewesen mit Zellkern) nach dem Anstieg des atmosphärischen Sauerstoffs vor mehr als zwei Milliarden Jahren galt bislang die Aufnahme eines Bakteriums in eine Wirtszelle als Schlüsselereignis. Eine in Nature publizierte Studie unter Beteiligung der Universität Wien und unter Leitung der University of Texas in Austin liefert nun Hinweise, dass die Fähigkeit zur Nutzung von Sauerstoff bereits vor dieser so genannten Endosymbiose angelegt gewesen sein könnte und der archaeale Wirt bioenergetisch besser ausgestattet gewesen sein dürfte als bisher angenommen.
Glück im Alter: Das Zusammenleben zählt mehr als der Trauschein
Wer sagt, dass die großen Schmetterlinge im Bauch nur der Jugend vorbehalten sind? Eine neue Studie der Psychologin Iris Wahring von der Universität Wien und ihrem internationalen Team zeigt: Wenn Menschen über 50 eine neue Partnerschaft eingehen und diesen Weg durch das Zusammenziehen besiegeln, steigt ihre Lebenszufriedenheit deutlich an. Die Studie rückt zudem eine gängige Annahme gerade: Bei Paaren, die bereits zusammenleben, ist eine spätere Hochzeit im Durchschnitt nicht mit einem weiteren Anstieg des Wohlbefindens verbunden. Die Ergebnisse wurden vor Kurzem im International Journal of Behavioral Development veröffentlicht.
Verhaltensbiologie: Neue Theorie zur Tierkommunikation
Die Erforschung der Tierkommunikation stellt Wissenschafter:innen vor eine der größten Herausforderungen: zu erklären, warum Tiere ehrliche statt irreführende Signale aussenden. Ob es sich um das farbenprächtige Gefieder eines Pfaus, die Prellsprünge von Gazellen oder das laute Brüllen eines Hirsches handelt – Tiere senden Signale aus, die überraschend viele Informationen enthalten und dazu dienen, andere Individuen aus der Ferne zu beeinflussen. Diese Signale können sowohl manipulativ und irreführend als auch ehrlich und zuverlässig sein. Eine neue Arbeit von Dustin Penn (Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung, Vetmeduni) und seinen Kollegen Szabolcs Számadó (Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest, BME) sowie Istvan Zachár (HUN-REN Zentrum für ökologische Forschung) hat sich dieser Fragestellung gewidmet.
Wer ist wer? Wasser macht die Bilderkennung von Fröschen 100 % klar
Eine österreichisch-ungarische Studie unter Leitung des Konrad-Lorenz-Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung (KLIVV) der Veterinärmedizinischen Universität Wien entwickelte ein neues, optimiertes Fotografieverfahren. Wie die Forschungsarbeit anhand von Fröschen zeigt, wird die Erkennung von Individuen dadurch auf ein neues Niveau gehoben. Der Trick dahinter ist einfach: Die Tiere werden in klares Wasser getaucht und dabei mit der Hand festgehalten.
Kosmetika in der Umwelt: Wissenschaftler:innen belegen Gefahr für Ameisen
Titandioxid, das beispielsweise in Kosmetika enthalten ist, gelangt in Form von Nanopartikeln immer häufiger in die Umwelt. Dadurch könnte die Substanz auch Insekten gefährden. Nehmen Ameisen den Stoff zusätzlich in Kombination mit dem Pestizid Glyphosat auf, stört das die Entwicklung ihrer Nachkommen. Wissenschaftler:innen der Universität Graz machen auf die negativen Folgen des giftigen Cocktails aufmerksam.
Wie wirken wütende bzw. fröhliche Menschenstimmen auf die Balance von Hunden?
Bei der Beantwortung dieser Frage ging es nicht um die emotionale Stabilität, sondern ob sich die Körperhaltung der Vierbeiner verändert. Und tatsächlich macht der Ton die Musik, wie ein Forschungsteam der Veterinärmedizinischen Universität Wien nun herausfand: Wütende Menschenstimmen sorgen demnach bei Hunden für weiche Knie, während fröhliche Stimmen Gegenteiliges bewirken können. Und kalt lassen menschliche Stimmen Hunde nie – auch das zeigt die explorative Studie, die nun veröffentlicht wurde.
Alte DNA ermöglicht früheste genetische Diagnose einer seltenen Krankheit
Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Wien und des Universitätsklinikums Lüttich hat bei der Untersuchung von zwei mehr als 12.000 Jahre alten Skeletten genetische Varianten identifiziert, die auf eine seltene erbliche Wachstumsstörung hindeuten. Durch die Analyse alter DNA in Kombination mit moderner klinischer Genetik konnten die Forschenden die Erkrankung bei zwei eng verwandten Menschen diagnostizieren, die gemeinsam in Süditalien bestattet worden waren. Die Studie erschien im New England Journal of Medicine und zeigt, dass die Paläogenomik heute nicht nur die Entwicklung früher Bevölkerungen rekonstruieren kann, sondern auch die Diagnose seltener genetischer Erkrankungen bei Menschen aus prähistorischer Zeit ermöglicht.
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